Outsourcing ist ein weit benutzter Begriff und bezieht sich auf die Externalisierung von Aktivitäten oder Funktionen eines Unternehmens an Drittfirmen. Abhängig von den Geschäftszielen dieser Unternehmen, kann die Auswahl der Outsourcingtypologie von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein. Bei der Auswahl werden vorhandene Businessprozesse und Risikomanagementstrategien sehr vorsichtig analysiert.

 Die häufigsten Formen des Outsourcings sind Offshoring und Nearshoring, Begriffe die weiter näher beschrieben und erläutert werden:

Offshoring

Unter Offshoring versteht man die Beteiligung einer externen Organisation von einem entfernten Standort, mit der Absicht teil- oder die gesamte Steuerung und Verwaltung der Geschäftsfunktionen eines Unternehmens zu übernehmen. Der Hauptgrund der Entscheidung liegt in der Niedersetzung der Lohnkosten und Preisniveaus. Westliche Firmen lagern oft einen Teil oder sogar gesamte Projektteams aus. Sollte es sich jedoch nicht um einen manuellen Herstellungsprozess, sondern eher um eine kundenbezogene Dienstleistung handeln, sollten gewisse Nachteile des Offshorings berücksichtigt werden, die die ganze Entscheidung und Ergebnisse negativ beeinflussen könnten. Unterschiedliche Zeitzonen, Entfernunung, kulturelle Unterschiede und Sprachbarrieren können dabei den Arbeitsprozess maßgeblich beeinflussen.

Vorteile

  • Weltweiter Zugang zu Spezialisten und bestimmten Skills
  • Niedrige Kosten
  • Nutzung von Zeitzonenvorteilen und Möglichkeit der vollen Abdeckung in Projekten, z.B. 24/7 Support

Risikos

  • Begegnung von Kommunikationsbarrieren
  • Unterschiedliche kulturelle Aspekte im Sinne von Arbeitsumfeld und Angewohnheiten
  • Hohe Reisekosten und Fahrtstrecken

Nearshoring

Bezieht sich auf die Verlagerung von Geschäftsabteilungen oder Funktionen an geographisch nahegelegenen Standorten, die bessere Costing-Optionen und Geschäftsvorteile anbieten. Unternehmen lagern Operationen in kostengünstigen Regionen aus und ergreifen dadurch auch weitere Vorteile, wie zeitliche- und geographische Nähe und geringe kulturelle Unterscheide. Besonders attraktiv an diesem Modell ist die Möglichkeit der Steuerung und Kontrolle. Reisenähe, Durchfügrung von Meetings und Telekonferenzen innerhalb von angewohnten Zeitzonen, geringer Bedarf zur Anpassungen an neuen Bedingungen und geringe Gefahr der negativen Beinflussung der Mitarbeitermotivation innerhalb von Projekten, all diese sind Vorteile die Nearshoring als bevorzugte Option darstellen. Ein weiterer, wesentlicher Aspekt ist die Ähnlichkeit bezüglich finanziellen und rechtlichen Einschränkungen, die im Rahmen einer solchen Zusammenarbeit zusätzliche Stabilität bieten.

Vorteile

  • Ähnliche oder identische Zeitzonen, Überstunden und Nachtschichten können dadurch ausgeschlossen werden
  • Viele kulturelle Ähnlichkeiten sowie leicht anpassbare Situationen
  • Die Kosten weiterhin wirksam halten und gleichzeitig von anderen Vorteilen Nutzen zu ergreifen
  • Die Reisekosten werden aufgrund geringer Distanzen niedrig gehalten und mehrere live Meetings werden durchgeführt, die auch eine schnellere Problemlösung im Falle von kritischen Situationen ermöglichen

 Riskikos

  • Die Kosten sind höher als beim Offshoring. Trotzdem steigen die Löhne auch in Offshoring-Ländern
  • Existenz von kulturellen Unterschieden, sowie unterschiedliche Feiertage oder andere Aspekte, die die Kommunikation beeinflussen können.